Integration heißt für uns

- Sich gegenseitig annehmen
- Einander verstehen
- Miteinander spielen
- Aufeinander achten
- Voneinander lernen
- Füreinander da sein

Gemeinsam ein verständnisvolles und tolerantes Miteinander ist das Hauptanliegen unserer Arbeit.


Warum integrative Erziehung

- Wohnortnahe Hilfe für Kinder mit besonderen Betreuungsbedürfnissen und individuellem Förderbedarf anzubieten ist besonders in unserem ländlichen Einzugsgebiet wichtig. Kinder, die im gewohnten Umfeld verbleiben, haben bessere Chancen Kindergartenfreundschaften auch privat auszubauen und zu pflegen.

- Alle Kinder und auch die Eltern ziehen Gewinn aus der gemeinsamen Erziehung

- Durch das tägliche Zusammensein wird es selbstverständlich, mit Menschen in all ihren Verschiedenheiten und Behinderungen zu leben und sie mit ihrem ‚Anderssein‘ zu akzeptieren und als Bereicherung zu erleben.


Möglichkeiten der integrativen Arbeit in der Gruppe

Wir sind eine Regelkindergartengruppe mit derzeit 19 Kindern im Alter von 2-7 Jahren . Darunter sind zwei Kinder mit besonderem Förderungsbedarf.
Es stehen Räumlichkeiten und Materialien zur Verfügung, die den spezifischen Bedürfnissen behinderter Kinder Rechnung tragen und das gemeinsame Lernen und Spielen begünstigen. Ausstattung und Räumlichkeiten vermitteln den Kindern das Gefühl von Sicherheit und regen Neugier und Interesse an.
Integrationskinder brauchen eine klar strukturierte anregende Umgebung. Zwei Erzieherinnen sind feste Bezugspersonen für die Kinder, die Stauungsgruppe der Bezugsrahmen. Der Vormittag ist klar gegliedert durch ritualisierte Abläufe und Strukturen. Die Integrationskinder verbringen die meiste Zeit in der Gesamtgruppe. Hier läuft die Hauptarbeit an Entwicklungsförderung der Kinder ab.


Mögliche heilpädagogische Begleitung

Die Arbeit in einem integrativen Kindergarten beinhaltet neben der Gruppenarbeit auch heilpädagogische Einzelarbeit . Um auf den jeweiligen Entwicklungsstand bzw. die speziellen Bedürfnisse des Kindes eingehen zu können, ist es notwendig , regelmäßig Verhaltensbeobachtungen zu erstellen. Sowohl in der Gesamt- oder Kleingruppe als auch in Einzelsituationen. Diese dienen als Grundlage für die Erstellung heilpädagogischer Förderpläne und Entwicklungsberichte, die an den Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes orientiert sind. Diese Förderungsmaßnahmen liegen in folgenden Bereichen :
- Sprachentwicklung
- Motorik (Bewegung)
- Emotionale und soziale Entwicklung
- Persönlichkeitsentwicklung / Lebenspraxis
- Kognition
- Wahrnehmung
- Motivation


Zusammenarbeit mit den Eltern

Entscheiden für den Erfolg der Integrationsarbeit ist eine vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit allen Eltern. Dies ist ein bedeutender Faktor um Verständnis und Toleranz in der Gruppe entwickeln zu können. Besonderen Wert legen wir darauf, die Kontakte der Eltern untereinander zu unterstützen. Elternarbeit findet in verschiedener Form statt, z.B. Beratungsgespräche, Kurzgespräche, Hausbesuche u.v.m. Die Eltern erhalten dabei Auskunft über den Entwicklungszustand ihres Kindes sowie den Verlauf der Förderungsmaßnahmen. Eine frühzeitige Schullaufbahnberatung sollte im Kindergarten stattfinden.


Vernetzung 

Das Ineinandergreifen verschiedener Fachdienste ist ein wesentlicher Bestandteil der Integrationsarbeit. Die pädagogische Vorgehensweise wird mit Ärzten, Therapeuten, Psychologen, Regel- u. Förderschulen usw. abgestimmt. Um einheitlich, fundiert und reflektiert handeln zu können, ist eine enge Teamarbeit nötig, die sich in unserer Situation täglich vollziehen kann.


Aufnahmekriterien

Über die Aufnahme eines Integrationskindes entscheidet das Team. Im Vordergrund steht das Wohlergehen jedes einzelnen Kindes in der Gesamtgruppe. Zur Beurteilung der Aufnahme werden die Eltern, Fachdienste und bisherige betreuende Einrichtungen beratend hinzugezogen.
Bereitschaft der Eltern zur Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal ist Voraussetzung für die Aufnahme.


Aufnahmeverfahren

- Anmeldegespräch ( mit Eltern und Heilpädagogen)
- Austausch mit betreuenden Fachdiensten und Einholen von Diagnosen
- Ausfüllen der nötigen Aufträge
- Aufnahmegespräch mit den Eltern und dem Personal über Erwartungen, Befürchtungen und Ziele.
(Bei Bedarf Hospitation und Probetag)